Maschinelles Sehen versus traditionelle Bewegungserkennung (VMD)
Die traditionelle Bewegungserkennung (VMD) darf nicht mit der echten, intelligenten Videoanalyse verwechselt werden.
Die traditionelle Bewegungserkennung hat einen entscheidenden Mangel:
Sie nimmt jede Pixeländerung als bedeutend wahr.
Stellen Sie sich eine Überwachungskamera auf einem Bahnsteig im Freien vor. Jede Bewegung von Menschen auf dem Bahnsteig, Zügen auf den Gleisen, von Wind, Regen, Schatten und Lichtreflexionen führt zu einer Pixeländerung. Das VMD-System reagiert auf alle Veränderungen und löst eine nicht zu bewältigende Anzahl von Fehlalarmen aus. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein relevantes Ereignis – z. B. wenn eine Person die Gleise überquert – von dem Wachpersonal übersehen wird.
Die Technologie des maschinellen Sehens filtert irrelevante Informationen aus und leitet nur bedeutsame Daten zur Analyse weiter.
Wenn diese Technologie z. B. bei der Bahnsteigüberwachung eingesetzt wird, werden irrelevante Pixeländerungen durch Umwelteinflüsse und normales Verhalten ignoriert. Das Wachpersonal wird nur dann alarmiert, wenn das relevante Ereignis (Person überquert Gleise) eintritt, und kann entsprechend reagieren. Im Wesentlichen beruht die Videoanalyse nach dem Prinzip des maschinellen Sehens auf mathematischen Algorithmen. Diese Analysealgorithmen sind in der Software Aimetis Symphony™ enthalten. Die Algorithmen sind z. B. in der Lage, die relevanten Aktivitäten einer Situation sofort zu erkennen und sich dann an die Details der Aktivität zu „erinnern“. Bei einer späteren Untersuchung sind sie leicht auffindbar und können als intelligente Informationen in Form von Berichten oder Diagrammen aufbereitet und interpretiert werden.